Leben ist Bewegung,

Bewegung ist Leben!


Leben zeigt sich - nicht nur aus osteopathischer Sicht - in Form von Bewegung.

Damit ist nicht nur die Bewegung des Hundes in seiner Umwelt gemeint, sondern auch die Bewegung und das harmonische Zusammenspiel aller Strukturen in seinem Körper. Gesundheit ist kein starrer Zustand, sondern ein dynamisches Gleichgewicht, das der Körper anstrebt. Dort, wo die Bewegung gestört, oder eingeschränkt wird, kann Krankheit entstehen.

Ziel der Osteopathie ist es, solche Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und aufzulösen, um die Selbstheilungskräfte des Körpers freizusetzen.

 

Die Behandlung unterliegt den 3 Prinzipien der Osteopathie

 

1. Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig

Für die Osteopathie ist dieses Prinzip elementar. Weist die Struktur (Knochen, Muskeln, Organe, Nerven, Körperflüssigkeiten) eine Störung auf, z.B. durch einen Unfall oder Narben, wird sich die Funktion des Gewebes verändern.

Ist jedoch die Funktion gestört, z.B. durch Fehlbelastung, wird auch die Struktur darauf reagieren, z.B. mit Kalkeinlagerungen.

2. Der Körper ist eine biologische Einheit

Die Osteopathie vertritt eine ganzheitliche Sicht des Körpers. Alle Strukturen und Funktionen sind untrennbar miteinander verbunden, der Körper bildet eine Einheit. Diese Einheit umfasst den Bewegungsapparat, die inneren Organe, den Schädel und auch die Psyche des Hundes. Die Osteopathie behandelt nie einzelne Beschwerden oder Krankheiten, sondern immer den Hundepatienten in seiner Gesamtheit. Nicht das lokale Geschehen ist wichtig, sondern die Tatsache, dass der Organismus als Ganzes und im Gleichgewicht funktionieren kann.

3. Der Körper besitzt selbstregulierende Mechanismen

Der Körper ist ständig bestrebt, sich selbst zu heilen und zu regulieren. Liegen jedoch Blockaden, welcher Art auch immer vor, ist ihm diese Möglichkeit nicht mehr gegeben. Die Osteopathie versucht diese störenden Faktoren zu finden und zu beheben, und dadurch die Selbstheilungskräfte wieder zu aktivieren.

 

Die Säulen der Osteopathie

Parietale Osteopathie

Beinhaltet die Arbeit an Knochen, Muskeln, Gelenken und Faszien. Behandelt also die Störungen am Bewegungsapparat.

Craniosakrale Osteopathie

Die Cranio-Sakrale Osteopathie untersucht und behandelt die Mobilität und Elastizität der Schädelknochen, des Kreuzbeins, der zugehörigen Bindegewebshäute und des peripheren Nervensystems.

Viszerale Osteopathie

Dieser Teil steht für die Behandlung der inneren Organe, Gefäße und einem Teil des Nervensystems.

 

Osteopathische Indikationen sind sehr vielseitig, einige sind hier genannt

  • Bewegungsverlust durch Schmerzen (Probleme beim Springen, Treppensteigen..)
  • Lahmheiten
  • Neurologische Störungen
  • Blockaden - Dysfunktionen der Gelenke
  • Chronische Erkrankungen wie z.B. Arthrose, Cauda Equina, HD, ED
  • Wesensveränderung: der Hund ist plötzlich ängstlich, schüchtern, aggressiv
  • Behandlung vor und nach Operationen